Unternehmensprofile nutzen, um die Arbeitgebermarke zu kommunizieren

Veröffentlicht auf 31-05-2017

Unternehmensprofile sind von den großen Unternehmen in Deutschland zahlreich online zu finden und nun kommt eine weitere Möglichkeit dazu, die eigene Arbeitgebermarke darzustellen. Wenn es um Arbeitgeberbewertungen geht, ist kununu für viele mittlerweile ein Begriff. Kaum eine Suchanfrage bei Google, bei der das Wort “Arbeitgeber” enthalten ist, führt nicht zu kununu. Neben Glassdoor (2015) tritt nun ein weiterer Wettbewerber in den Markt ein und das ist kein geringerer als Stepstone!

Das Unternehmen hat angekündigt in 2017 seinen Kunden die Möglichkeit zu bieten, Arbeitgeberbewertungen einzubinden und somit ihre Unternehmensprofile zu erweitern. Die bei Stepstone angelegten Unternehmensprofile sowie der allgemeine Internetauftritt lässt besonders im Bezug auf Design und Layout zu Wünschen übrig. Daher hat sich die Online-Stellenbörse dazu entschieden, dem Ganzen einen neuen Anstrich und Namen zu verpassen. Leider gibt es dazu noch keine Bilder, die das Redesign zeigen.

Company Hub

Bisher konnten ausschließlich aktuelle Mitarbeiter eines Unternehmen ihre Meinung zu dem Arbeitgeber hinterlassen und das auch nur in Form von Text. Nun hat StepStone eine visuelle Lösung entwickelt um auch anonymen und ehemaligen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, Bewertungen abzugeben. Aussagen und Bewertungen zu Lage- und Verkehrsanbindung, Unternehmenskultur und Kollegen, Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, Work-Life Balance sowie Aufstiegsmöglichkeiten werden auf einem Radardiagram dargestellt. Auch die altbewährte Sternebewertungen ist im Company Hub Unternehmensprofil zu finden.

Arbeitgebermarke kommunizieren

Mit der Weiterentwicklung von StepStone hin zum Bewertungsportal für Arbeitnehmer eröffnet sich für Unternehmen eine weitere Möglichkeit sich als Unternehmen darzustellen und seine Arbeitgebermarke nach außen hin zu kommunizieren. Die Nachfrage von Arbeitssuchenden nach Informationen über Unternehmen, bei den sich sich bewerben wollen, ist größer als je zuvor. Daher ist es von noch größerer Bedeutung eine positive Arbeitgebermarke im Netz zu etablieren.

Informationsquellen zu der Arbeitgebermarke

CompanyMatch hat eine Studie durchgeführt, um herauszufinden wonach Kandidaten in der Orientierungsphase suchen sowie welche Quellen sie nutzen, um Informationen über die favorisierten Unternehmen zu finden. Im TrendReport 2016/2017 sind alle wichtigen Daten und Fakten zusammengetragen. Soviel ist jetzt schon zu verraten: Die Karriereseiten dienen als Informationsquelle Nummer 1, gefolgt von beruflichen Netzwerken und Arbeitgeber-Bewertungsplatformen.

Das Unternehmensprofil von StepStone ist jetzt schon bearbeitbar für aktuelle Kunden von StepStone. Dementsprechend sollten sich alle Verantwortlichen für Personalmarketing und die Arbeitgebermarke angesprochen fühlen und überprüfen, ob das Profil auf dem neuesten Stand ist. Es ist ratsam eine Strategie zu entwickeln in der man festlegt, welche Plattformen man Arbeitnehmern und Kandidaten empfiehlt.

Was machen wenn Online-Reputation durch Bewertungen geschädigt wird?

Yelp ist letztes Jahr widerfahren, was viele Unternehmen versuchen zu vermeiden: Ein verärgerter Mitarbeiter hat seinen Unmut über die Arbeitsbedingungen und Bezahlung auf sozialen Medien Luft verschafft. Daher tun Firmen gut daran, Mitarbeiter regelmäßig die Arbeitgebermarke evaluieren zu lassen und darauf basierend Verbesserungen oder Änderungen vorzunehmen.

Ablehnung ist keine Lösung!

Wenn Unternehmens sich entscheiden Mitarbeiter-Bewertungen zu ignorieren, so symbolisieren sie, dass kein Interesse daran besteht zu erfahren was Mitarbeiter über das eigene Unternehmen denken.

Arbeitssuchende sind Kunden deiner Arbeitgebermarke!

Kandidaten suchen auf den oben genannten Quellen nach Informationen über die Arbeitgebermarke, bei dem sie sich bewerben wollen und stellt somit eine Art Konsumentenverhalten dar. Zum Beispiel hat der TrendReport 2016/2017 herausgefunden, dass die Work-Life-Balance, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und der Cultural Fit teilweise wichtiger als Gehaltsvorstellungen sind.

Da passen negative Bewertungen natürlich nicht ins Bild eines Unternehmen und wenn vorhanden, sollten diese unbedingt angenommen werden. Eine Harris Studie hat ergeben, dass Firmen, die persönlich auf negative Bewertungen reagieren, den Nutzer dazu veranlassen den Kommentar zu löschen und manchmal sogar einen positiven Vermerk zu hinterlassen. Ähnliche Resultate hat Glassdoor durch eine Studie gesammelt. Nutzer waren sich einig, dass ihre Wahrnehmung eines Unternehmens positiv beeinflusst wird, wenn Bewertungen von Arbeitgebern kommentiert werden.

Die drei A’s um Bewertungen zu beantworten

Grundsätzlich gilt bei der Beantwortung von Bewertungen schnell zu sein und den richtigen Ton zu treffen. Hierbei kann man die drei A’s berücksichtigen.

Annehmen – bei den Nutzern bedanken, dass sie sich Zeit genommen haben, Gedanken und Gefühle zu teilen. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass man sich als Unternehmen entschuldigen muss, vor allem dann wenn die Darstellung nicht wahrheitsgetreu ist.

Artikulieren – am besten mit Fakten und Ergebnissen aus Recherchen das Dargestellte in die richtige Perspektive rücken und wenn notwendig ein sinnvolles Gegenargument liefern. Jobsuchende sind sich darüber im Klaren, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt. Aus der Sicht des Arbeitgebers geht es darum, die Umstände möglichst objektiv darzustellen – der Rest liegt an der Interpretation der Kandidaten.

Anraten – möglichen Kandidaten Hilfe anbieten, wie man solchen Erfahrungen am besten aus dem Weg gehen kann. Wichtiger ist jedoch, dass man die Leute dazu ermutigt Kontakt aufzunehmen sowie für Gespräche bereit steht.

Fazit

Auf der einen Seite bekommen Kandidaten eine weitere Möglichkeit, sich zu informieren. Die muss allerdings nicht umbedingt von Vorteil sein, denn Bewertungen auf unterschiedlichen Plattformen können sich stark unterscheiden. Diese Unübersichtlichkeit und Diskrepanz ist daher ein klarer Nachteil des Konzept. Für Arbeitgeber, die bisher auf kununu gesetzt haben, bietet sich eine weitere Chance das eigene Unternehmen darzustellen.