Corporate Influencer – Employer Branding mal anders!

Veröffentlicht auf 13-10-2017

Keine Sorge, wir sprechen nicht von hippen Frühstück Fotos in der Kantine oder langen Fotoshoots im Konferenzraum. Doch was genau sind ‘Corporate Influencer? Und wie groß ist Ihr Potential in Bereichen wie Employer Branding und Recruiting? Anhand des Beispiels von der Otto Group haben wir uns einmal etwas näher an das Thema ‘Corporate Influencer’ herangetastet.

Corporate Influencer

Was sind sind Corporate Influencer?

Besonders in der Modebranche haben Influencers die Marketingstrategien in den letzten Jahren revolutioniert: Sie trinken ihren Matcha Latte in einem stylischen Café und zeigen dabei ganz nebensächlich die neuste Uhr aus der Sommerkollektion. Das Instagram Bild wird dann mit passenden Hashtags versehen und das Unternehmen verlinkt. Dies ist selbstverständlich nur eine sehr einfach Darstellung des Jobs eines Influencers. Unterm Strich sollen sie ihre spezifische Zielgruppe zum Kauf des Produktes anregen.

Nun entdeckte die Modebranche aber eine komplett neue Art von Influencern: Corporate Influencer.
Die Idee ist, dass Mitarbeiter die Qualitäten des Unternehmen als Arbeitgeber in sozialen Netzwerken, bei Vorträgen oder auf Messen anpreisen. Dadurch soll der Employer Brand mehr Authentizität und Transparenz verliehen sowie neue Mitarbeiter angelockt werden.

Corporate Influencer bei Otto

Otto etablierte vor kurzem als erstes deutsche Unternehmen ein Pilotprojekt im Bereich dieser Art Gratiswerbung: Das Unternehmen bietet Mitarbeitern eine Art “Influencer” Ausbildung an. Der Grund? Laut Eugenia Kirchmeer, Pressereferentin bei Otto, habe man immer wieder aufs neue festgestellt, wie sehr “Kolleginnen und Kollegen für das, was sie bei uns tun, brennen”. Sie arbeiten gerne für Otto und wollen ihre Leidenschaft gerne mit der Welt teilen. “Wir dachten: Das müssen wir nutzen”, erklärt Kirchmeer.

Otto zog die Konsequenzen: Ab sofort können sich Otto-Mitarbeiter auf Kosten des Unternehmens zu ‘Corporate Influencern’ ausbilden lassen. Die Ausbildung beinhaltet verschiedene Seminare zu Themen wie Social Media und Employer Branding sowie Content Creation und Präsentationstechniken. nach Abschluß der Influencer Ausbildung sollen sie als “Jobbotschafter” auf Konferenzen sowie im Netz die Themen des Unternehmens kommunizieren. Doch was für Vorteile bringt dieser Ansatz mit sich?

Corporate Influencer im Employer Branding

Vorteile über Vorteile – für Unternehmen sowohl Mitarbeiter

Beginnen wir einmal mit den möglichen Vorteilen für das Unternehmen:

  • Neue Recruiting Methoden
  • Verbesserung des Rufs in der Außenwelt
  • Höheres Mitarbeiterengagement
  • Klare Kommunikation der Unternehmenskultur

Unterm Strich, kann sich die Situation für eine Firma, deren Mitarbeiter sogar in ihrer Freizeit nicht aufhören können über die Arbeit zu posten, nur verbessern!

Und für die Mitarbeiter?
Zunächst einmal ist das extra Training, verbunden mit neuem Wissen über erfolgreiche Social Media Nutzung und Selbstmarketing Strategien sowie einen Einblick in das Recruitment des Unternehmens. Allerdings kann ein erfolgreicher Corporate Influencer keine Gehaltserhöhung oder Beförderung bei Otto erwarten. Laut Kirchmeer kam dieses Thema aber sowieso nie auf, denn Mitarbeiter sagen “Ich mache sowieso Werbung fürs Unternehmen, toll, wenn ihr mich da unterstützt”.

Corporate Influencer und Cultural Fit – Die Chemie muss stimmen!

Wie ernst Otto seine Mitarbeiter nimmt, zeigt das Ausmaß der neuen Influencer Rolle: Sie sollen nicht nur für ästhetische Instagram Fotos posieren, sondern aktiv in den Recruiting-Prozess des Unternehmens eingebunden werden:

“Die Weiterentwicklung der Plattform Otto.de gehört zu den spannendsten Projekten im europäischen E-Commerce. Wir möchten, dass potenzielle Bewerber direkt und aus erster Hand von beteiligten Kollegen erfahren können, was sie bei Otto erwartet”, sagt Otto-Bereichsvorstand Katy Roewer. “Unsere Mitarbeiter werden also zu Influencern und suchen ihre zukünftigen Kollegen mit aus.”

Doch kann dies wirklich funktionieren?
Unserer Meinung nach, können Mitarbeiter die perfekte Reflektion der Unternehmenskultur darstellen, unter einer bestimmten Voraussetzung: Der Cultural Fit stimmt!

Ein Mitarbeiter kann schlecht ein Ambassador von einem Unternehmen sein, zu dem er oder sie kulturell nicht passen. Wenn man also darüber nachdenkt, Corporate Influencer aktiv in die Recruiting Strategie zu integrieren, sollte man sich vorher der eigenen Unternehmenskultur bewusst sein. Mit einer oberflächliche Unternehmenskultur kann dies schnell im Chaos enden!

Fragt ihr euch, wie ein Kandidat den persönlichen Cultural Fit erfolgreich bestimmen kann?
Wir haben uns intensiv mit diesem Thema in unserem aktuellen Blog Post auseinandergesetzt!

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