Das AIDA Modell – Effektive Stellenanzeigen leicht gemacht

Veröffentlicht auf 15-11-2018

Wie sieht eine effektive Stellenanzeige aus? Jobs effektiv mit relevanten Talenten zu kommunizieren, kann eine wahre Herausforderung sein. Die Verwendung von Marketingstrategien wie dem AIDA Modell ist daher gar nicht so abwegig. Doch wofür steht das AIDA Modell steht und wie können wir es für effektive Stellenanzeigen nutzen?

Stellenanzeigen ähneln Werbungen mehr als man vielleicht denkt: Das Hauptziel ist es, ein Produkt zu verkaufen. In diesem Fall einen Job. Leser und potentielle zukünftigen Kandidaten auf eine ansprechende Art und Weise anzusprechen ist daher essentiell. Eine gute Stellenanzeige ist einfach zu lesen und verwendet eine simple Sprache, die alle relevanten Informationen über den Job selbst und das Unternehmen als Ganzes enthält. Klingt einfacher als es ist…

Die Dos und Don’ts einer effektiven Stellenanzeige

Das Verfassen einer effektiven Stellenanzeige ist komplizierter als es aussieht. Deshalb möchten wir, bevor wir uns näher mit der Funktionsweise des AIDA Modells beschäftigen, einen genaueren Blick auf die Dos und Don’ts einer von Stellenanzeigen werfen.

Dies solltet ihr vermeiden:

  • übermäßige Details über den Job oder Bereich
  • langweilige Beschreibungen der Rolle und des ideale Kandidatens
  • Arbeit steht im Fokus, anstatt der Person
  • Keine oder wenig Informationen darüber, was ihr als Arbeitgeber zu bieten habt
  • überdimensionierte Grafiken und Illustrationen
  • Lange, komplizierte Wörter

Eine gute Stellenanzeige sollte dem Leser folgendes mitteilen:

  • Präzise Informationen über das Jobangebot und ein klare Jobtitel
  • Einen Einblick in den Bewerbungsprozess
  • Informationen über eure einzigartige Arbeitgebermarke: Was macht euer Unternehmen attraktiv als Arbeitgeber?
  • Klare Auskunft über die Unternehmenskultur

Die Befolgung dieser allgemeinen Richtlinie ist ein guter erster Schritt auf dem Weg zur perfekten Stellenanzeige. Kommen wir nun zum AIDA Modell und dessen Vorteilen.

Das AIDA Modell

Das AIDA Modell wurde 1898 vom Marketing-Spezialisten Elmo Lewis entwickelt und ist für die Marketingbranche immer noch genauso relevant wie im 19. Jahrhundert. Das AIDA Modell ist eine Abkürzung für die folgenden vier Phasen:

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Lasst uns einen genaueren Blick auf die verschiedenen Phasen und ihre Bedeutung für effektive Stellenanzeigen werfen.

ATTENTION – Aufmerksamkeit erregen

Der erste Punkt des AIDA-Modells klingt einfach genug: Die Anzeige muss die Aufmerksamkeit eines Arbeitssuchenden auf sich ziehen. In einer Welt, in der wir ständig mit Werbung, Bildern und Videos bombardiert werden, kann genau dies jedoch eine große Herausforderung sein. Bevor man also mit der Erstellung einer kreativen Stellenanzeige beginnt, sollten man sich folgende Fragen stellen:

  1. Wo finde ich meine gewünschte Zielgruppe?
  2. Benutze ich die richtige Medien bzw. Plattformen, um diese zu erreichen?
  3. Ist meine Stellenanzeige für die jeweilige Plattform richtig gestaltet?

Wenn ihr wisst, wo ihr eure gewünschte Zielgruppe finden, ist es an der Zeit, eine effektive Stellenanzeige zu gestalten. Nach dem AIDA Modell hinterlässt eine ideale Stellenanzeige einen bleibenden Gesamteindruck durch eine optimale Mischung aus Layout, Design und grafische Elementen.

Eine starke, konsistente Arbeitgebermarke ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Das Design eurer Karriereseite sollte daher ganz oben auf eurer Prioritätenliste stehen. Ein klares Corporate Design verbessert unter anderem die Candidate Experience. Hinzukommt, dass es eure Möglichkeit ist, als Arbeitgeber herauszustellen und einen bleibenden Eindruck bei Kandidaten zu hinterlassen. Hier erfahrt ihr mehr über den Aufbau einer starke Arbeitgebermarke.

Attention: Erstellt starke Visuals, die die Aufmerksamkeit des Kandidaten auf sich ziehen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Vermittlung von den Inhalten sollte auf Plattformen stattfinden, die für spezifische Zielgruppen relevant sind.

Vodafone schafft es die Aufmerksamkeit jedes Lesers zu erregen.

INTEREST: Interesse für Unternehmen und Beruf wecken

Während der Punkt Aufmerksamkeit des AIDA-Modells mehr auf die kognitiven Ebene abzielt, beziehen sich die folgenden zwei Phasen “Interest” und “Desire” auf die emotionale Ebene.

Eine effektive Stellenanzeige weckt im Idealfall mit den folgenden Elementen ein gewisses Interesse beim Leser:

  • Klare Struktur
  • Verständlichkeit
  • Präzision

Die Faustregel dabei ist: Weniger ist mehr. Der erstellte Inhalt sollte sich auf mögliche Fragen des Arbeitssuchenden konzentrieren, anstatt das Interesse eures Unternehmens zu kommunizieren.

Sowohl das Layout als auch der Inhalt spielen eine entscheidende Rolle bei der Erstellung benutzerfreundlicher und interessanter Stellenanzeigen. Laut einer aktuellen Eye-Tracking-Studie sollte das optimale Layout einer Stellenanzeige ungefähr so aussehen:

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Inhaltlich solltet ihr Informationen über den Job ansich, die verbundenen Verantwortlichkeiten, die Mission eures Unternehmens und euer Team angeben. Stellt sicher, dass nur interessante und relevante Details aufgelistet werden. Im Allgemeinen solltet ihr versuchen, die folgenden Fragen mit eurer Stellenanzeige zu beantworten:

  • Wer hat die Stelle ausgeschrieben?
  • Wen sucht das Unternehmen?
  • Was wird von Bewerbern erwartet?
  • Was bietet man als Arbeitgeber an?

Erneut ist es essentiell eurer Zielgruppe genau zu kennen. Welche Informationen sind für sie relevant? Wo ein Ökonom beispielsweise den internationalen Erfolg des Unternehmens im Auge hat, tendiert ein Informatiker dazu, die technische Arbeitsmittel als wertvoller zu beachten.

Interest: Eine ausgewogene Kombination aus klar strukturiertem Layout und relevanten, präzisen Informationen, die mögliche Fragen aus Sicht des Arbeitssuchenden beantworten.

DESIRE: Der Wunsch für euer Unternehmen zu arbeiten

Laut dem AIDA Modell ist dieser Punkt fundamental: Nach dem Lesen eurer Stellenanzeige sollte der Leser etwas denken wie: “Das hört sich super an! Dieser Job wäre perfekt für mich! Ich möchte mehr über diese Position erfahren”. Aber wie können wir ein solches Gefühl kreieren?

85% aller Arbeitssuchenden suchen während des Online-Orientierungsprozesses nach Informationen über die Unternehmenskultur, die Motive und Werte einer Organisation. Dies sind die wichtigsten Faktoren für einen Kandidaten, wenn es um einen neuen Arbeitgeber geht. Es ist wichtig, diese Informationen in einem Stellenangebot oder auf der Karriereseite leicht zugänglich und sichtbar zu machen. Medieninhalte wie Bilder und Videos, sowie Mitarbeiterstimmen verstärken zusätzlich die emotionale Wirkung einer Stellenanzeige.

Eine weitere großartige Möglichkeit, um euer Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver zu gestalten, ist es Arbeitssuchenden zu ermöglichen, ihren persönlichen Cultural Fit direkt zu ermitteln. CompanyMatch Engage ist eine schnelle und einfache Lösung, um ein solches Tool in eure Karriereseite zu integrieren. Die Bewerber haben die Möglichkeit, ihren individuellen und anonymen Cultural Fit mit eurer Arbeitgebermarke zu entdecken, ohne eure Domain zu verlassen.

Desire: Eine emotionalen Verbindung mit dem möglichen zukünftigen Kandidaten herstellen, indem man Informationen über die Unternehmenskultur, die Vision und die Werte des Unternehmens einfach zugänglich macht. Unterstützt diese Details mit relevanten Visuals und verbesserten Widgets, wie z.B. CompanyMatch Engage.

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CompanyMatch Engage auf der Vodafone Karriereseite.

Call to ACTION: Einreichen einer Bewerbung

Im letzte Schritt des AIDA Modells ermutigt man Arbeitsuchende, ihre Bewerbung einzureichen. Leider haben Studien gezeigt, dass viele Arbeitssuchende im letzten Moment abspringen und ihre Bewerbung nicht einreichen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Hier einige mögliche Erklärungen:

  • Lange Wege zum Bewerbungsformular
  • Komplizierte oder unverständliche Bewerbungsformular
  • Pflichtfelder, für die der Antragsteller Informationen einholen und den Bewerbungsprozess unterbrechen muss
  • Technische Unzulänglichkeiten, die das Senden der Anwendung verhindern

Diese Fehler zu vermeiden und eine reibungslose und einfache Candidate Journey zu schaffen, sollte bei jedem HRler an der Tagesordnung stehen. Und unterschätzen nicht die Relevanz von einem optimalen Mobile Prozess! Mehr dazu hier.

Rosemary Haefner, Chief Human Resource Officer von Career Builder, fasst den letzten Punkt des AIDA Modells gut zusammen:

Eine positive Candidate Experience ist ein klarer Wettbewerbsvorteil auf dem flexiblen Arbeitsmarkt von heute. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und einen Prozess zu schaffen, der die Top-Talente von heute anzieht, sichert und umwandelt, muss man ermitteln, wie derzeitigen Recruiting Methoden die Kandidaten ansprechen, die man sucht.

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