TOP 5 Recruiting Trends 2017- Unternehmenskultur Lockt Talente

Veröffentlicht auf 07-11-2016

LinkedIn zeigt durch die aktuell veröffentlichte Studie ‘Global Recruiting Trends 2017’, inwiefern sich die Aufgabenbereiche des Recruitings im nächsten Jahr verändern werden und welche neuen Trends entstehen, die diese Veränderungen prägen. Die Bildung einer Arbeitgebermarke, sowie das High-Quality Recruiting stehen dabei im Vordergrund. Interessant ist außerdem die Rolle der Unternehmenskultur für das Employer Branding, welche sich als effektiver Talentmagnet bewiesen hat. Die Ergebnisse der Studie helfen Recruitern dabei, sich in Sachen Talentakquisition richtig einzuschätzen und herauszufinden, wo sie im Vergleich zu ihren internationalen Mitstreitern stehen. Wir haben die wichtigsten Inhalte der Studie, sowie die TOP 5 Recruiting Trends 2017 für euch zusammengefasst.

untitled-1

Die Global Recruiting Trends Studie 2017 basiert auf Umfrageergebnissen von ca. 4000 Corporate Talent Aquisition Leader aus 35 Ländern, tätig in verschieden Branchen und Unternehmen, von weniger als 200 bis mehr als 1000 Mitarbeitern. Alle Studienteilnehmer sind im Management beschäftigt. Klickt hier, um zu der vollständigen Studie zu gelangen.

1. Talentgewinnung ist erste Priorität
Die Akquisition und Bindung von Talenten steht im Recruiting an allererster Stelle. Das bestätigen zumindest 83% der Studienteilnehmer. Diese Entwicklung ist sinnvoll, wenn man bedenkt, dass die Zahl der Anstellungen im folgenden Jahr steigen wird. In Deutschland wird, gemäß der Studie sogar 61% mehr Personal eingestellt, als im Vorjahr. Junge Talente werden vor allem in den folgenden Bereichen benötigt: Sales, Operations, Engineering, Information Technology und Business Development.

2. Recruiter widmen ihre Zeit der High Quality Personalbeschaffung
Bei dem High-Quality Recruiting geht es darum, die Recruiting Performance anhand einer Skala zu messen, welche verschiedene Qualitätsaspekte berücksichtigt. Dazu zählt beispielsweise die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses, die Zeit, die benötigt wird um eine Stelle zu besetzen, sowie die allgemeine Zufriedenheit der Manager. Außerdem fand die Studie heraus, dass Mitarbeiterempfehlungen die Top Quelle für High Quality Recruiting sind. Das bestätigen 48% der befragten Talent Manager. Weitere 46% sehen Websites und Online Job Portale als beste Möglichkeit Talente zu erreichen und 40% stimmten für Social Professional Networks.

3. Mehr Budget für die Arbeitgebermarke
Als Arbeitgeber herausstechen- dieses Ziel hat den höchsten Stellenwert für viele Unternehmen. Der Wettbewerb um Talente ist 2017 die größte Herausforderung der Recruiter, sagen 57% der befragten Experten. Die effektivste Methode, um sich von der Konkurrenz abzuheben, ist die attraktive Gestaltung der Arbeitgebermarke, welche auf der einzigartigen Unternehmenskultur basiert und auf die Zielgruppe abgestimmt werden sollte. Bezüglich des Budgets lässt sich sagen, dass voraussichtlich jedes zweite Recruiting Team über ein höheres Budget verfügen wird. Die andere Hälfte muss jedoch mit einem eher kleinen Budget zurechtkommen. Ein weiterer Grund darüber nachzudenken, als Recruiting Team mehr Zeit in Initiativen und Tools zu investieren, die die Automatisierung zeitraubender Tätigkeiten bewirken, sowie einen allgemeinen Handlungsrahmen vorgeben. Laut der Studie wird das Budget deutscher Talent Manager um 41% steigen. Die Nutzung des Budgets berücksichtigt leider häufig noch nicht die aktuellen Recruiting Trends und Entwicklungen. Obwohl Mitarbeiterempfehlungen als die effektivste Personalquelle genannt wurde, investieren Recruiter ihr Budget in Stellenanzeigen und Recruitment-Agenturen. Auch in das Employer Branding, welches als eines der wichtigsten Aspekte bei der Talentgewinnung gilt, wird mit am wenigsten investiert.

4. Die Employer Brand Message: Unternehmenskultur und Karriereförderung
Wenn die Möglichkeiten gegeben wären, würden Talent Leader eher in langfristige Strategien investieren, wie Branding, Tools und Technologien, sowie in die Verbesserung der Candidate Experience. Laut 80% der Studienteilnehmer hat Employer Branding den größten Effekt auf die erfolgreiche Talentakquisition. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Recruiting Teams sich bei der Entwicklung einer attraktiven Arbeitgebermarke gerne Unterstützung im Marketing holen, vor allem für Bereiche wie Social Media und Asset Produktion. Bei der Frage, mit welchen Informationen ein Arbeitgeber Talente lockt sind sowohl Bewerber, als auch Recruiter überzeugt, dass die Unternehmenskultur der ausschlaggebendste Aspekt ist. Der Mission, Vision und den Kernwerten eines Unternehmens wird im Orientierungsprozess besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Junge Talente möchten heutzutage für eine Arbeitgebermarke beschäftigt sein, mit der sie sich auch voll und ganz identifizieren können. Zudem erwarten Arbeitssuchende heutzutage einen Arbeitgeber, der Karriereförderung garantiert. Aufstiegschancen sind für Bewerber besonders wichtig, sowie die Attraktivität der Beschäftigung in Bezug auf Gehalt/Mitarbeiterangebote und die intellektuelle Herausforderung. Diese essentiellen Aspekte sollten in die Unternehmenskommunikation integriert werden. Craft Messaging ist das Stichwort. Es verbindet die Bedürfnisse vielversprechender Talente mit den einzigartigen Vorzügen eines Arbeitgebers und steigert somit die Anzahl überzeugter Kandidaten.

5. Diversität, Automatisierung und Big Data
LinkedIn befragte die Talent Manager nach den Top Trends, die die Branche 2017 beeinflussen werden. Als einen der wichtigsten Punkte wurde die Automatisierung genannt. Dieser Trend ist die Summe aus begrenzter Ressourcen, wie Mitarbeiter und Budget und einer steigenden Recruiting Nachfrage. Die technologische Automatisierung beschleunigt das Screening der verschiedenen Kandidaten. Zudem minimiert es voreingenommene Entscheidungen und unterstützt bei der näheren Bewertung von Soft Skills. Initiativen zur Förderung von Diversität stellen einen weiteren Trend dar. Durch solche Initiativen stechen Unternehmen als Arbeitgeber heraus und fördern Engagement. Großunternehmen fokussieren sich aber eher auf Big Data Analysen als Number One Trend.

Der Blogpost wurde inspiriert und zum Teil übersetzt von der folgenden Quelle: “Global Recruiting Trends 2017”

Empfohlene Artikel