Die Top HR Trends für 2019 [Infografik]

Veröffentlicht auf 23-01-2019

2019. Ein neues Jahr voller neuen Herausforderungen und Veränderungen. Doch was wird die HR Welt in diesem Jahr besonders beeinflussen? Und wie kann man diese HR Trends zum eigenen Vorteil nutzen? CompanyMatch stellte die Top 4 HR Trends, anhand von aktuellen Studien und Umfragen, für euch zusammen – inklusive Infografik!

Employer Branding, Flexibilität und Automatisierung. Diese Begriffe sind in 2019 unumgänglich. Die HR Welt befindet sich bereits seit Jahren im Umbruch. Arbeitnehmer sind auf der Suche nach einem tieferen Sinn in ihrem Beruf und wollen in der Lage sein, sich mit ihrem Unternehmen zu identifizieren. Work-Life-Integration und Mitarbeiterengagement sind hierbei zentrale Schlüsselbegriffe. In diesem Jahr dreht sich daher alles darum, eine gesunde Mischung aus neuen Technologien und den Bedürfnissen der eigenen Mitarbeiter zu finden. Die Top HR Trends beschreiben die vielen Komponeten dieses Findungsprozesses.

Die herausstechenden HR Trends für 2019 sind

  1. Datengetriebenes Matching verändert Jobsuche
  2. Das H findet seinen Weg zurück in HR
  3. Unternehmenskultur und Arbeitgebermarke im Fokus
  4. Unternehmensführung wird neu definiert

Die zugehörige Infografik steht euch zum kostenlosen Download zur Verfügung. Einfach das beistehende Formular ausfüllen, um den Download zu starten!

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Trend 1: Datengetriebenes Matching verändert Jobsuche

Das die Digitalisierung auch vor der HR Branche keinen Halt macht ist ja nichts Neues. Die Arbeitswelt wird zunehmend digitaler. Eine der Hauptaufgabe von HR ist es daher, aktuelle und künftigen Mitarbeiter auf benötigte digitale Kenntnisse und Fähigkeiten vorzubereiten. Denn vorbei ist die Zeit in der Stellenanzeigen ausreichend sind. Die konstante Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz und den wachsenden Mengen an zu Verfügung stehenden Daten leitet eine neue Ära der Jobsuche ein: datengetriebenes Matching. Heutige Online-Job-Sites aggregieren nicht nur aktuelle Jobangebote, sondern erfassen detaillierte Daten von allen Seiten des Arbeitsmarktes: Daten zu Personen, Unternehmen, Fähigkeiten und Jobs.

Das neue Paradigma für die Jobsuche nutzt Big Data und maschinelles Lernen, um das Durcheinander von Online-Stellenangeboten und -kandidaten zu überwinden. Das Konzept ist einfach: Man verwendet Daten, um eine kleinere, intelligentere Job-Auflistung zu erstellen, die besser zu einem Kandidaten passt. Dabei lernt die Maschine nicht nur aus Informationen über Arbeitsplätze und Unternehmen, sondern auch aus den Erlebnissen vergangener Arbeitssuchenden – wie persönliche Fähigkeiten, Ausbildung und andere Berufserfahrungen – und zukünftige Ziele, einschließlich Präferenzen von Arbeit und Unternehmen, Arbeitsorte, und mehr. Dieser unvorstellbare Umfang an Daten ergibt letztendlich die ‘perfekte Liste’ für jeden einzelnen Jobsuchenden.

Dieses datengetriebene Matching ist eine Win-Win Situation für beide Seiten, Bewerber und Unternehmen: Personaler können maschinelle Lernmodelle verwenden, um aktiv passende Kandidaten zu sourcen. Kandidaten, auf der anderen Seite, finden schneller relevante Stellenanzeigen. Laut einer LinkedIn Studie ist es doppelt so wahrscheinlich für HR Teams, die datengetriebene Methoden nutzen, die passende Talente zu finden.

Einer der großen HR Trends für 2019 ist es also, die gesammelte Daten wirkungsvoll zu analysieren und für das HR Management nutzbar zu machen. Denn richtig angewandt, hat Big Data und maschinelles Lernen das Potential nicht nur die Kosten von Fehleinstellungen zu senken, sondern auch die langfristige Mitarbeiterbindung und das Mitarbeiterengagement zu verbessern.

Trend 2: Das H findet seinen Weg zurück in HR

Work-Life-Integration: Flexibilität ist der Schlüssel

Es ist nichts Neues mehr: Das Thema ,,Wohlbefinden auf der Arbeit” wird auch in 2019 immer wichtiger. Warum? Weil Stress und Überforderung immer mehr zunehmen. Durch den anhaltenden Fachkräftemangel, ist der Großteil unserer qualifizierten Mitarbeitern häufig mit einer enormen Arbeitslast konfrontiert. Es ist die Aufgabe von HR-Fachkräften, auf flexible Art und Weise die Bedürfnisse von Mitarbeiter zu beachten. Work-Life-Integration ist hier das Stichwort: Flexible Arbeitszeitmodelle, mobile Arbeitsplätze und Home-Office sowie gesundheitsfördernde Benefits gehören zu beliebten Mitteln um diese zu fördern. Außerdem kann man seine Teams dabei unterstützen, Arbeitszeit und -ort selbstständig zu organisieren. Diese Flexibilität wird belohnt: Mitarbeiter mit guter Work-Life-Integration sind motivierter, leisten mehr und sind zufriedener mit ihrem Arbeitgeber.

Mitarbeiterengagement: Die Suche nach einem tieferem Sinn

In einer aktuellen Umfrage von G2 Crowd stellten 80% der befragten HR-Mitarbeiter fest, dass die Verwendung von HR-Technologien eine positive Einstellung der Mitarbeiter zum Unternehmen fördert. Außerdem sind sich 57% der HR-Mitarbeiter einig, dass Initiativen zur Mitarbeiterbindung ihrem Unternehmen helfen könnten, produktive Mitarbeiter zu halten. Auch für die die Unternehmenskultur spielt Mitarbeiterengagement eine tragende Rolle: Die Mehrheit der befragten Mitarbeiter empfinden, dass Engagement und Kultur Hand in Hand gehen.

Nichtsdestotrotz sind Engagement-Levels so niedrig wie noch nie. Und obwohl HRler Engagement-Initiativen anzubieten, bleiben viele Nicht-HRler skeptisch gegenüber Lösungsvorschlägen. 2019 stellt einen Wendepunkt dar: Das Verlangen engagiert zu sein besteht, doch die Leistungsfähigkeit von Software etc. wird kritisch betrachtet. Es wird die Aufgabe der HR Branche sein, Lösungsansätze zu entwickeln und Mitarbeitern diese vorzustellen. Die Herausforderung wird darin bestehen, zu entscheiden, welche Lösungen für Mitarbeiter und Unternehmen aber auch Unternehmenskultur und Arbeitgebermarke am vorteilhaftesten sind.

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Trend 3: Unternehmenskultur und Arbeitgebermarke

Unternehmenskultur & Cultural Fit: Wer passt langfristig?

Trotz Fachkräftemangels sollten man Kandidaten weiterhin gut unter die Lupe nehmen. Denn umgekehrt stehen auch Arbeitgeber stark auf dem Prüfstand. Dabei spielt die Art und Weise, wie in einem Unternehmen gearbeitet, kommuniziert und entschieden wird, eine große Rolle. Personaler sollten sich über die eigene Unternehmenskultur also sehr genau im Klaren sein, um die richtigen Mitarbeiter zu finden. Eine Studie ergab, dass 84% der befragten Personaler der Meinung sind, dass Cultural Fit – und nicht die Zeit oder die Kosten von Neueinstellungen – einer der wichtigsten Rekrutierungfaktoren ist.

Hinzukommt, dass es Mitarbeitern zunehmend wichtiger wird, einen tieferen Sinn in ihrer Arbeit zu sehen. Das große “Warum” steht hinter allen Tätigkeiten. De eignen Unternehmenskultur klar zu definieren ist aber nur der erste Schritt. Denn man sollte sie auch interaktiv mit dem eigenen Mitarbeiterstab kommunizieren und gegebenenfalls anpassen und verändern. Unternehmenskultur ist nichts festes, sondern ein dynamischer Prozess. Der Trend für 2019 zeigt, dass Unternehmen Cultural Fit weiter für sich entdecken und ihrer Unternehmenskultur den neuesten Entwicklungen und Innovationen anpassen.

Arbeitgebermarke: Das große Werben geht in die nächste Runde

Employer Branding war bereits in den letzten jahren ein Schlüsselbegriff in HR. Allerdings empfinden viele Unternehmen Employer Branding immer noch als große Herausforderung. Die Unternehmenskultur fungiert hier als Grundlage und sollte daher der Startpunkt jeder Employer Branding Kampagne sein. Denn wenn die Arbeitgebermarke nicht mit der Realität übereinstimmt, sind gewonnenen Mitarbeiter schnell wieder Vergangenheit – und teilen ihre (schlechten) Erfahrungen mit anderen möglichen Kandidaten. Dies kann Konsequenzen haben: Laut Glassdoor, würden 69% von Jobsuchenden keinen Job bei einem Unternehme mit schlechtem Ruf annehmen. Aufrichtigkeit ist also enorm wichtig. Mehr über die Definition einer erfolgreiche Arbeitgebermarke hier.

Zunächst müssen wir klarstellen, dass die Entwicklung einer Arbeitgebermarke kein Plug-and-Play-Produkt ist. Man muss die Werte, Normen und Positionierung über unterschiedliche Länder und Kulturen hinweg berücksichtigen. – Bjorn Luijters (innogy)

In 2019 sollten wir vor allem an dieser Aufrichtigkeit arbeiten. Denn eine starke Arbeitgebermarke ist ein großer Pluspunkt im Recruiting.

Mehr über Culutral Fit und Leadership in unserem neuen White Paper.

Trend 4: Unternehmensführung wird neu definiert

Digitalisierung, Automatisierung und Generationswechsel – dies sind nur einige der Kräfte, die zurzeit die Grundfeste der Arbeitswelt, wie wir sie kennen erschüttern. Ein Umdenken im Bereich Leadership, aber auch Unternehmenskultur wird eine zentrale Rolle in dieser Entwicklung spielen. Denn jeder Aspekt von Leadership – von der Strategie und Methodik, über die Entwicklung von Führungskräften bis hin zur Programmevaluation – muss sich an gegenwärtige Veränderungen und Innovationen anpassen. Außerdem wird in 2019 der Einzug der neuen Führungsgeneration beginnen. Führungskräfteentwicklungsprogramme sollten daher ein fester Bestandteil jeder Strategie werden, um auch langfristig als Arbeitgeber relevant zu bleiben.

Der Trend zeigt, dass wir uns weg von einem pyramidenförmigen Führungsstil und hin zu einem flacheren, kulturbasierten Ansatz entwickeln. Ein zielgerichteter Führungsstil, sowie organisatorische Agilität sind Schlüsselelemente für eine zukunftsfähige Organisation. Bei solchen “Purposeful Organisations” steht die größere Mission und Vision über die schwarzen Zahlen am Ende des Quartals. Dies kommt gut an: Studien haben gezeigt, dass “missionsgetriebene” Unternehmen 30% höhere Innovations- und 40% höhere Retentionswerte ausweisen, sowie in ihrem Marktsegment tendenziell an erster oder zweiter Stelle stehen.

Doch wie genau lässt sich dieser Ansatz in die Praxis umsetzen? Und was für Vorteile haben agile Organisation verglichen zu traditionellen Unternehmen? Die Antworten findet ihr in unserem White Paper! Zum Download geht es hier.

Diese HR Trends werden die Branche im Jahre 2019 weiter formen und verändern. In den folgenden Wochen werden wir uns intensiv mit diesen HR Trends und vielem mehr auf unserem Blog auseinandersetzen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet ihr in unserer Infografik. Einfach das beistehende Formular ausfüllen, um den kostenlosen Download zu starten.

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