Top Trends des Europäischen Talentmarkts

Veröffentlicht auf 07-02-2017

Talentierte Mitarbeiter sind der Schlüssel der führenden und erfolgreichsten Unternehmen Europas. Der Balderton Report mit dem Thema “European Talent Landscape” identifiziert junge Talente, die in der europäischen Tech Branche tätig sind und verschafft einen Überblick darüber, in welchen Ländern sie arbeiten und welche Erfahrungen sie mit sich bringen. Außerdem fasst der Report zusammen, wo die zukünftigen Herausforderungen einer erfolgreichen Talentakquisition liegen.

Der kürzlich veröffentlichte Talent Report basiert auf einer Studie, durchgeführt mit 15,000 Mitarbeiter aus mehr als 1000 Unternehmen in Europa, worunter es sich überwiegend um frisch gebackene Start-up Firmen handelt. Auffällig ist, dass der europäische Talentmarkt von Land zu Land deutlich variiert. Die Bezahlung für die gleiche Position kann in verschiedenen Ländern um das vierfache voneinander abweichen und Londoner Firmen können in ihrer Gründungsphase doppelt so viele Mitarbeiter einstellen als Berliner Unternehmen in einem vergleichbaren Stadium. Dennoch gibt es auch viele Gemeinsamkeiten in Bezug auf den Talentmarkt, zum Beispiel die wachsenden Herausforderungen für die HR Branche, sowie der durchschnittliche Zeitaufwand für eine Stellenbesetzung. Der Report beschäftigt sich außerdem damit, inwiefern sich der Talentmarkt in den letzten Jahren verändert hat.

Hier sind die Top 6 Erkenntnisse des Reports:

London, Berlin und Paris übernehmen die führende Rolle der europäischen Start-up Szene 
Basierend auf der Anzahl von Start-up Firmen in den jeweiligen Städten (2016), wurde London zur Nummer 1 Metropole der europäischen Start-Up Szene ernannt, mit 8999 Firmen. Auf Platz 2 hat es Berlin geschafft mit 6579, gefolgt von Paris mit 4580 Start-ups.

Junge Talente sind sehr mobil innerhalb der europäischen Start-up Metropolen
Mehr als 40% der befragten Arbeitnehmer sind außerhalb ihres Heimatlandes tätig, worunter es sich bei 31% um europäische Staatsbürger handelt und bei 12% um nicht Europäer. Die Londoner Arbeiterschaft ist besonders mobil, mit mehr als 40% Unternehmensgründer, die entweder aus dem Ausland stammen oder besonders viel Zeit im Ausland verbringen. Der Report zeigt auch, dass es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Start-up Mitarbeiter um europäische Staatsbürger handelt, die an einer europäischen Universität studiert haben (92%).

Die europäische Start-up Szene wird von Männern dominiert
In mehr als 82% der europäischen Tech Start-ups sind weibliche Mitarbeiterinnen in der Minderheit. Besonders in Führungspositionen der Unternehmen sind Frauen am wenigsten vertreten, in Junior Positionen hingegen deutlich häufiger.

Mitarbeiter der europäischen Start-up Szene waren zuletzt für Tech Start-ups oder Großunternehmen tätig, statt in anderen traditionellen Berufen
Beinahe 50% aller Studienteilnehmer haben zuvor entweder für ein Tech Start-up (24,8%) oder in Tech Großunternehmen (22,6%) gearbeitet. Die Top drei Arbeitgeber für die Mitarbeiter europäischer Start-up Firmen zuletzt gearbeitet haben, sind IBM, Nokia und Microsoft. Zudem stimmten 70% der Studienteilnehmer zu, dass der Wettbewerb um qualifizierte Talente im letzten Jahr deutlich gestiegen ist.

Die Stellenbesetzung wird schwieriger, besonders im technischen- und Produktbereich
Zu den größten Herausforderungen bei der Talentakquisition zählen gemäß der Studie der Mangel an Fach- und technischen Kenntnissen (43%), sowie der wachsende Zeitdruck im Recruitment Prozess. Die Recruitment Experience könnte gemäß dem Report aber verbessert werden, indem der Kandidat mehr über das Team und den potentiellen Arbeitsplatz informiert wird. Mitarbeiter Empfehlungen und Mundpropaganda zählen stets zu den erfolgreichsten Recruitment Methoden. In der Start-up Szene sind Mitarbeiter die zentrale Quelle für Personal, was dazu beiträgt, dass passende Talente effektiver erreicht werden.
Möchtet ihr mehr über Mitarbeiterempfehlungen erfahren? Lest dazu unseren Blogpost “Mitarbeiter als Talentmagnet”.

Es benötigt bis zu 20 Wochen, um eine Führungsposition neu zu besetzen, noch länger, wenn ein Visum erforderlich ist
Dabei steigen die Kosten laut des Talent Reports auf bis zu $5000 pro Anstellung. 89% der Unternehmen verwenden im Recruitment Prozess verschiedene Tests, welche die Fachkenntnisse abfragen und 75% führen kompetenzorientierte Vorstellungsgespräche durch.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl der Mangel an Fachkenntnissen der Bewerber, als auch die lange Dauer einer Stellenbesetzung wohl die zentralen Herausforderungen bei der Talentakquisition darstellen, wobei die Optimierung letzteres als eine Priorität auf der Tagesordnung des HR stehen sollte.

Dieser Blog Post basiert auf dem Balderton Report 2016: “European Talent Landscape”

Hier gehts es zum Download des White Papers: Cultural Fit als Maßnahme zur Stärkung der Unternehmenskultur
Bitte füllt das untenstehende Formular aus, um den Download zu starten.

 

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