Eine schwache Unternehmenskultur macht Mitarbeiter krank

Veröffentlicht auf 27-09-2016

Gibt es einen Zusammenhang zwischen einer mangelnden Betriebskultur und der Anzahl krankheitsbedingter Fehltage? Der Fehlzeiten Report 2016 soll Aufschluss darüber geben, ob eine schlechte Kultur tatsächlich krank macht. Dazu wurden rund 2000 Beschäftigte innerhalb der Altersspanne 16 bis 65 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind eindeutig.
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Die Arbeitswelt in Deutschland hat sich während der letzten Jahre durchaus verändert. Die Tätigkeit in vielen Branchen ist anspruchsvoller geworden und verlangt von den Arbeitnehmern Autonomie und Eigeninitiative. Die Aufgabenfelder wachsen und die Herausforderung liegt in der Vielseitigkeit der zu bewältigenden Arbeit. Diese Veränderung wirkt sich erheblich auf die physische und psychische Beanspruchung der Beschäftigten aus. Es ist deshalb die Aufgabe des Arbeitgebers eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der sich die Mitarbeiter wohl fühlen und motiviert im Interesse des Unternehmens ihrer Tätigkeit nachgehen. Unternehmenskultur ist das Stichwort.

In einer schlechten Unternehmenskultur neigen viele Mitarbeiter dazu sich krank zu fühlen
28% der befragten Beschäftigten, die mit der Betriebskultur ihres Arbeitgebers unzufrieden sind gaben an sich gesundheitlich weniger Fit zu fühlen. Diese Erkenntnis gibt auch Aufschluss auf die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer, denn wer sich krank fühlt kann natürlich nicht sein vollen Potential ausschöpfen. Außerdem haben 31% der Mitarbeiter in einer schwachen Kultur mehr als 15 krankheitsbedingte Fehltage. Wohingegen in einer positiv wahrgenommenen Unternehmenskultur die Zahl der gesundheitlich schwächelnden Personen auf 9% sinkt. Auch die Anzahl der Beschäftigten, die mehr als 15 Tage krankheitsbedingt fehlten ist geringer, mit 17 von 100 Befragten.

Ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen ist der erste Schritt
Die Lösung für das Fehlzeiten Problem ist demnach die Bildung einer starken Betriebskultur. Dabei ist ein angenehmes Arbeitsklima einer der wichtigsten Faktoren. Der Umgang innerhalb des Kollegiums, aber auch der Führungsstil sind dabei entscheidend. Wertschätzung und Anerkennung des Managements können Wunder bewirken und auch die Rolle der Führungsposition als Vorbild für die gesamte Mitarbeiterschaft ist ausschlaggebend für eine gesunde Kultur. Die Führungskräfte sollten die Kultur offensichtlich in ihrem täglichen Arbeitsumfeld leben und die Mitarbeiter dadurch inspirieren und motivieren. Auch die Kommunikation ist ein zentrales Thema: Mitarbeitergespräche und konstruktives Feedback können die Motivation und Produktivität der Beschäftigten deutlich verbessern. Die Wettbewerbsorientierung beeinflusst die Kulturbildung ebenfalls, dabei ist es entscheidend, dass der Zeit- und Leistungsdruck auf die Mitarbeiter nicht zu hoch sein sollte. Überforderung bremst die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, aber mit klar definierten und realistischen Zielen können Mitarbeiter gefördert und ausreichend motiviert werden. Des Weiteren ist es wichtig für eine positive Kultur, dass auch dem Kunden genug Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben auf die Wünsche und Probleme der Kunden ausreichend einzugehen, denn unzufriedene Kunden verschlechtern das Arbeitsklima und die Zufriedenheit der Mitarbeiter leidet.

In unserem Blog Artikel “Sechs Merkmale einer gut etablierten Unternehmenskultur” erfahrt ihr mehr über das Thema Unternehmenskultur und welche Aspekte für die Bildung einer gesunden Kultur wichtig sind.

Dieser Blog Post wurde inspiriert durch die folgenden Quellen: ‘Fehlzeiten Report 2016’ und ‘Schlechte Unternehmenskultur verdreifacht Unzufriedenheit mit dem empfundenen persönlichen Gesundheitszustand’