Employer Branding im Mittelstand: 4 Tipps für mehr Bewerber

Veröffentlicht auf 02-06-2016

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist derzeit ein Problem, mit dem viele Unternehmen zu kämpfen haben. Laut dem Spiegel ist es bereits jedes zweite mittelständische Unternehmen, das aufgrund des beträchtlichen Mangels an Fachkräften Umsatzbußen einräumt. Der demographische Wandel wird diese Entwicklung in der Zukunft weiter verschärfen, da durch die schrumpfende und alternde Bevölkerung immer weniger junge und frisch ausgebildete Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Um einen fortschreitenden Umsatzrückgang vorzubeugen und sich von konkurrierenden Betrieben abzuheben, beschäftigen sich Unternehmen immer mehr mit dem sogenannten „Employer Branding“, also die langfristige Bildung einer Arbeitgebermarke. Durch das „Employer Branding“ soll das Unternehmen für Bewerber und Beschäftigte attraktiver werden, um somit die Personalsuche zu vereinfachen und die Mitarbeiterbindung zu stärken.

Steigender Wettbewerb der mittelständischen Unternehmen
Laut einer Umfrage von PwC 200 zu Innovationen im Mittelstand, ist der Fachkräftemangel auf ein Fehlen entsprechender Studienabgänger zurückzuführen. Es gibt immer mehr Stellenangebote und der Wettkampf um passende und gut ausgebildete Bewerber wird immer größer. “Es ist wichtig, dass Unternehmen auf ihre Stärken setzen und die Studierenden früh an sich binden” bestätigt Dr. Peter Bartels, vom PwC-Vorstand und verantwortlich für den Bereich Familienunternehmen und Mittelstand. Viele Unternehmen zeigen bereits Handlungsbedarf hinsichtlich ihrer Werbe- und Imagekampagnen. Ihre Arbeitgebermarke und Branche ist unter den Arbeitssuchenden einfach noch nicht bekannt genug. Des Weiteren locken andere Unternehmen zwar mit vielseitigen Aufgabengebieten und guten Karriereaussichten für Beschäftigte, diese sind jedoch für potentielle Bewerber meist nicht konkret genug, um sich mit dem Arbeitgeber zu identifizieren. Es ist ein langer Weg, um die eigene Arbeitgebermarke weiterzuentwickeln und hervorzuheben. Die Bewerber wünschen sich eine einzigartige und authentische Unternehmenskultur, die zu ihnen passt. Robindro Ullah, Recruiting Experte der Deutschen Employer Branding Akademie (DEBA), ruft die Unternehmen dazu auf Ecken und Kanten zu zeigen.

Die folgenden 4 Tipps sollen Unternehmen dabei helfen ihre Arbeitgebermarke zu stärken und sie somit einzigartiger und attraktiver zu machen, um mehr gut ausgebildete Fachkräfte für sich zu gewinnen.

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1.Mitarbeiterzufriedenheit verbessern
Die Zufriedenheit der Beschäftigten ist eine Grundvoraussetzung, um Loyalität und ein langfristiges Arbeitsverhältnis zu schaffen. Außerdem hat die Mitarbeiterzufriedenheit auch erhebliche Auswirkungen auf die Reputation des Unternehmens.  Auf verschiedenen Jobportalen werden Betriebe von Insidern bewertet, wobei diese Bewertungen häufig auch von Bewerbern genutzt werden, um sich auch dem Arbeitgebermarkt zu orientieren. Daher ist es sehr wichtig, dass das Feedback der Mitarbeiter für ein angenehmes und attraktives Arbeitsumfeld spricht.

2.Image Werbung
Um das Image und den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu verbessern, ist das Sponsoring regionaler Veranstaltungen oder gemeinnütziger Organisationen eine gute Möglichkeit. Es ist für das Unternehmen von Vorteil Veranstaltungen auszuwählen, die auch für die Zielgruppe interessant sind. Beispiele hierfür sind Schulfeiern, Jobmessen oder Events, die speziell für junge Erwachsene und Arbeitssuchende ausgerichtet werden.

3. Ansprechende Webseite
Die Webseite des Unternehmens ist vergleichbar mit einer Visitenkarte: Sie repräsentiert wofür das Unternehmen steht. In erster Linie ist es wichtig einen guten Eindruck zu hinterlassen. Eine Webseite ist die primäre Quelle der Bewerber, wenn es darum geht, sich über Arbeitgeber zu informieren. Besonders wichtig ist hierbei die Karriereseite, die möglichst verständlich, überzeugend und übersichtlich aufgebaut sein sollte. Die einzigartige Identität des Unternehmens sollte dabei verstärkt hervorgehoben werden.

4. Social-Media-Aktivität
Wenn es um die Personalsuche geht, sollten Unternehmen mehr von Social-Media-Kanälen Gebrauch machen. Laut einer US Studie sind 50 % aller Deutschen Internet Nutzer regelmäßig auf Social-Media-Netzwerken aktiv. Diesen Trend können Betriebe nutzen um die Aufmerksamkeit potentieller Kandidaten auf sich zu ziehen.  Facebook Profile von Arbeitgebern werden, gerade von jüngeren Bewerbern, sehr oft aufgerufen. Auch die Karriereplattformen Xing und Linked In werden von Arbeitssuchenden genutzt, um passende Stellenanzeigen zu finden. Die Aktivität der Unternehmen auf diesen Plattformen, zum Beispiel durch das Teilen und Kommentieren der Inhalte, steigert den Bekanntheitsgrad der Arbeitgebermarke deutlich.