Employer Branding- Rankings & Gütesiegel Fürs Image

Veröffentlicht auf 18-11-2016

Ein herausragendes Employer Branding ist heutzutage eine Voraussetzung, um als attraktiver Arbeitgeber wertvolle Fachkräfte anzulocken und an langfristig zu binden. Unternehmen suchen nach effektiven Möglichkeiten, um aus dem Meer an Arbeitgebern herauszustechen und die eigene Arbeitgebermarke für Talente attraktiver zu gestalten. Aus diesem Grund boomen seit einiger Zeit Rankings und Arbeitgeber-Siegel und schmücken immer mehr Karrierewebseiten. Derzeit kann man zwischen 450 Arbeitgeber-Siegel von über 100 verschiedenen Anbietern wählen. Aber worauf basiert diese Bewertung eigentlich und welche Rolle spielt sie für Arbeitgeber und Jobsuchende?

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Durch die beliebten Arbeitgeber Rankings erhalten Arbeitssuchende einen Überblick über das breite Angebot an Unternehmen und welches Image der jeweilige Arbeitgeber besitzt. Außerdem vergleichen potentielle Bewerber die Versprechen des Personalmarketings mit den Ergebnissen des Rankings, welche eher der Realität entsprechen und schließen somit auf die Authentizität der Arbeitgeber. Viele Unternehmen machen Gebrauch von Rankings und Siegel um junge Talente von sich zu überzeugen. Die Arbeitgeber Rankings geben dabei Aufschluss über die externe Sicht auf die Arbeitgebermarke und die Gütesiegel legen den Fokus zunehmend auf betriebsinterne Perspektiven. Oftmals sind die Bewertungen an unterschiedliche Kriterien gebunden, welche für den Arbeitssuchenden nicht auf anhieb sichtbar sind.

Welche Vorteile bringen diese Rankings?
Das Image ist für viele Arbeitssuchende ein ausschlaggebender Aspekt, wenn es um die Auswahl eines passenden Arbeitgebers geht. Gemäß einer Studie spielt für mehr als 80 % der Arbeitssuchenden das Image eines Arbeitgebers eine wichtige Rolle bei der Jobsuche . Auch die Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten besitzen für viele Bewerber einen hohen Stellenwert. Jobsuchende heutzutage möchten ein möglichst objektives und authentisches Bild von ihrem potentiellen Arbeitsplatz bekommen. Diesen Eindruck von der Arbeitgebermarke vergleichen sie dann mit ihren eigenen Bedürfnissen und Vorzügen und finden somit heraus, ob der ausgewählte Arbeitgeber sich als attraktiv genug darstellt. Unternehmen zielen darauf ab, durch eine gute Platzierung oder ein Gütesiegel auf sich aufmerksam machen und sich einen Vorteil im Wettkampf um junge Talente zu verschaffen. Eine gute Platzierung oder Zertifizierung spricht für eine herausragende Arbeitgeberqualität. Bekannte Arbeitgebermarken haben ihre Fachkräfte nämlich noch lange nicht sicher, denn der Bekanntheitsgrad allein ist kein ausschlaggebendes Kriterium mehr. Ein weiterer Vorteil der Rankings ist, dass Arbeitgeber im Vergleich zu ihrer Konkurrenz eingestuft werden und somit herausfinden, worin die Stärken und Schwächen ihrer Arbeitgebermarke liegen und inwiefern sie diese weitergehend verbessern können. Somit bringt das Ranking Vergleichbarkeit und Transparenz und eine Win-Win Situation für Arbeitssuchende und Arbeitgeber.

Wir haben kürzlich einen Blogpost über die Top 5 Recruiting Trends 2017 veröffentlicht, in dem näher auf die zukünftige Rolle des Employer Brandings für die Talentaquisition eingegangen wird. Interesse?Den Link findet ihr hier.

Worauf basieren diese Rankings und Gütesiegel eigentlich?
Fest definierte Kriterien gibt es für die verschiedenen Rankings nicht, daher können die Platzierungen unterschiedlicher Rankings auch stark voneinander abweichen. Meistens stehen jedoch Aspekte, wie Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten, Gehalt, Mitarbeiterangebote und Arbeitszeitmodelle im Fokus der Bewertung. Frank Koning, Personalleiter bei Griesson – de Beukelaer sagt dazu: „Es spielt überhaupt keine Rolle, dass es eine Vielzahl solcher Arbeitgeberauszeichnungen mit zum Teil völlig unterschiedlichen Bewertungskriterien gibt. Was zählt ist: Die Bewerber registrieren sehr genau, welche Unternehmen in solchen Rankings regelmäßig weit oben auftauchen – und welche nicht.“ Zudem unterscheiden sich Rankings durch die verschiedenen Informationsquellen, auf denen die Bewertung basiert. Das Xing Arbeitgeber Award Ranking wird beispielsweise anhand der unterschiedlichen Einschätzung von Arbeitnehmern aller Hierarchie- und Altersstufen der Unternehmen durchgeführt, wohingegen Trendence sich für sein „Graduate Barometer“ eher auf die Meinungen von Bewerbern und Absolventen bezieht. Andere Ranking, zum Beispiel von Great Place to Work und das Top Employer Institute, lassen die Mitarbeiter sehr detaillierte Fragebögen ausfüllen, bezüglich der Qualität am Arbeitsplatz.

Worauf legen Jobsuchende wert?
Die Mehrzahl der Arbeitssuchenden achten ohnehin auf individuelle Kriterien, angepasst an die eigenen Bedürfnisse. Die Work Life Balance hat bei jungen Beschäftigten deutlich an Bedeutung gewonnen. Flexible Arbeitszeiten und eine familienfreundliche Unternehmenskultur sind aktuellen Studien zufolge Bewerbern sogar wichtiger als das Gehalt. Die Rankings helfen den Kandidaten dabei einen Überblick zu erhalten, welche Unternehmen auf welche Arbeitnehmer Bedürfnisse eingehen. Koning bestätigt: „Den Paradigmenwechsel in der Personalarbeit, dass sich nicht mehr die Kandidaten beim Unternehmen bewerben, sondern umgekehrt die Unternehmen bei den Kandidaten für sich werben müssen, haben die meisten längst erkannt“.

Der Blogpost wurde durch die folgenden Quellen inspiriert:“Jeder Arbeitgeber will aufs Siegertreppchen” und “Pro und Contra Arbeitgebersiegel und Arbeitgeberranking”