Ist eure Unternehmenskultur beschädigt?

Veröffentlicht auf 05-07-2018

Eine beschädigte Unternehmenskultur kann sich nicht nur negativ auf Mitarbeiterzufriedenheit und – engagement auswirken, sondern auch der Produktivität und Performance des gesamten Unternehmen schaden. Immerhin können unzufriedene Mitarbeiter Kunden schwer glücklich machen. Doch was sind die Warnsignale, die auf eine solche Unternehmenskultur hindeuten?

Das Forbes Coaches Council veröffentlichte kürzlich die Top 10 Warnsignale, die auf eine toxische Unternehmenskultur hindeuten, sowie mögliche Gegenschritte. Wir sind uns bewusst, dass es keine einfache Aufgabe ist, eine Unternehmenskultur zu verändern – aber auch nicht unmöglich! Zusammen mit Mitarbeitern und Führungskräften, der richtigen Strategie und harter Arbeit kann man eine beschädigte Unternehmenskultur zu einem klaren Wettbewerbsvorteil umwandeln. In unserem Experten Interview mit Marloes Peters und Bjorn Luijters von inngoy sprachen wir über diese und andere Herausforderungen, auf internationaler sowie nationaler Ebene. Das vollständige Interview findet ihr hier.

Doch schadet eure Unternehmenskultur dem Betriebsklima? Hier sind die 10 Zeichen, vor denen ihr auf der Hut sein solltet:

1. Unmotivierte Mitarbeiter

Sind eure Mitarbeiter zwar anwesend aber nicht wirklich präsent? Falls ja, kann dies an geringem – oder komplett inexistenten – Mitarbeiterengagement liegen. Um dieses zu steigern, gibt es unzählige Möglichkeiten. Das Fundament ist aber recht simpel: gute interne Kommunikation. Eine positive Unternehmenskultur sollte kritische Gespräche auf allen Ebenen fördern, sowie konstruktive Kritik anerkennen und aktiv integrieren.

2. Hohe “Laufgeschwindigkeit”

Eure Mitarbeiter bewerten ihre Arbeitserfahrung jeden Tag mit ihrer Laufgeschwindigkeit. In anderen Worten: Wie sieht euer Parkplatz um 17 Uhr aus? Rücklichter und gähnende Leere? Dann habt ihr ein Problem. Am besten beginnt man mit einer Verbesserung der Employee Experience. Kleinigkeiten, wie die Präsenz von Führungskräften und deren Interesse an den Problemen und Meinungen von Mitarbeitern, können eine große Wirkung haben.

3. Unzufriedenheit und Angstgefühle

Keiner arbeite gerne in einem negativen Umfeld. Eine toxische Unternehmenskultur wirkt sich daher direkt auf die Zufriedenheit von Angestellten aus und kann sogar zu Angstzustände und andere negativen gesundheitlichen Auswirkungen führen. Der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung ist die Anerkennung des Problems und das JEDER in der Organisation verantwortlich ist, dieses zu beheben.

4. Hohe Fluktuation

Eines der auffälligsten Warnsignale für eine schädliche Unternehmenskultur sind hohe Fluktuationsraten. Wenn ihr immer wieder Talent für dieselben Positionen sucht, deutet das auf eine schwache Arbeitgebermarke aber auch Lücken im Onboarding und Recruiting Prozess hin. Dies kann einem Unternehmen teuer zu stehen bekommen. Wir widmeten diesem Punkt, sowie möglichen Lösung ein komplettes White Paper, welches zum kostenlosen Download zur Verfügung steht.

5. Alles für Alle sein

Der Glaube, dass man Alles für jeden in der Organisation sein kann, kann schnell zu einer erschöpfenden, schädlichen Unternehmenskultur führen. Denn so verpasst man die Möglichkeit, individuellen Stärken zu erkennen und gezielt einzusetzen. Geht man jedoch diesen Weg, verringert man internen Widerstand, fördert Mitarbeiterengagement und verbessert, unterm Strich, die Performance des Unternehmens!

beschädigte unternehmenskultur text

Gelegentliche Team Outing (wie unseres auf die Stuttgarter Wasen) können Wunder für die Unternehmenskultur bewirken.

6. Fehlende Grundwerten

Ein klares Zeichen für eine beschädigte Unternehmenskultur ist der Mangel von Grundwerten. Grundwerte sind die Richtlinien, die Stützen und die Wegweiser einer jeden Unternehmenskultur. Ohne diese festgelegte Werte, können Mitarbeiter keine emotionale Beziehung zu dem Unternehmen und dessen Mission aufbauen. Dies führt schnell zu einer empfundenen Sinnlosigkeit im Beruf. Der erste Schritt hier ist die existierende Kultur zu analysieren, Defizite und Potential herauszuarbeiten und anschließend, in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern, die Grundwerte und Verhaltensregeln des Unternehmens festzulegen. Dies ist ein zeitaufwendiger Prozess, der manchmal auch nach Veränderungen von Mitarbeiterstab und Management fragt.

7. Schwierigkeiten Deadlines einzuhalten und Ziele zu erreichen

Haben eue Team Schwierigkeiten damit, fokussiert zu bleiben und gemeinsam auf Ziele hinzuarbeiten? Sind Deadlines mehr ein Datum als ein tatsächlicher Termin? Falls ja, deutet dies auf eine Unternehmenskultur hin, der es an kollektive Kommunikation mangelt. Dies ist oft auf ein Ungleichgewicht zwischen Verantwortung und Autorität auf den verschiedenen Level zurückzuführen. Ein fest integriertes Führungskräfteentwicklungsprogramm, sowie diverse Trainingsmaßnahmen für Mitarbeiter kann hier Abhilfe verschaffen..

8. Kein Einfühlungsvermögen

Toxische Unternehmenskulturen haben meist eines gemeinsam: Ein Mangel an Einfühlungsvermögen. Damit meinen wir nicht, dass man die tröstende Schulter für jeden Mitarbeiter sein soll (siehe Punkt 5), sondern viel mehr, dass man einander mit Respekt und Wertschätzung behandelt. Man merkt immerhin ziemlich schnell, wenn man nur eine Nummer im System ist. Unsensible Führungskräfte schaffen eine Kultur der es an Moral mangelt – eine langfristige Bindung von Mitarbeitern wird sich da als schwierig gestalten. Man sollte daher aktiv Zeit in persönliche Gespräche und Small Talk investieren. Studien zeigen, dass Small Talk nicht nur die professionellen Beziehung verbessert, sondern auch Vertrauen aufbaut.

9. Nicht genug Wertschätzung

Wenn Menschen sich nicht geschätzt fühlen und nicht die Anerkennung bekommen, die sie verdienen, entsteht Unzufriedenheit und Negativität. Ein solches Umfeld wirkt sich enorm auf die Gesamtleistung und Produktivität aus – und nicht im Positiven. Gute Führungskräfte erkennen das enorme Gewicht von Lob, Komplimenten und Anerkennung und integireren dieses in ihren Führungsstil. Es liegt in den Händen der Führungskräfte, eine solche Kultur zu kreieren und zu fördern.

10. Jeder ist “Busy”

Sind eure Mitarbeiter immer “busy” oder reden sie über die fantastischen Dinge, die in ihrem professionellen und privaten Leben vor sich gehen? “Busy” ist das neue Codewort für überfordert, unfokussiert und desengagiert. Eine mögliche Lösung: Programme zur Förderung von Mitarbeiterzufriedenheit, wie zum Beispiel ein Konzern-Fußballturnier passend zur WM, um den Austausch untereinander zu fördern. So kann man Vertrauen, Anerkennung und eine soziale, gesunde Unternehmenskultur fördern.

Eine toxische Unternehmenskultur ist einer der Hauptgründe, warum Mitarbeiter ein Unternehmen bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen. Doch wie viel genau kosten solche Fehlbesetzungen? Und wichtiger: Wie lassen sie sich vermeiden? Unser White Paper beantwortet diese Fragen und viele mehr! Um zum kostenlosen Download zu gelangen, füllt bitte das beistehende Formular aus.