Top 7 Best Practices für eine erfolgreiche Employer Brand

Veröffentlicht auf 01-12-2017

Neuen Talente zu rekrutieren und langfristig zu binden kann eine große Herausforderung darstellen. Aber stellt euch einmal vor, die Talente würden an eure Tür klopfen und nicht anders herum. Wäre das nicht eine willkommene Abwechslung? Eine Employer Brand zu kreieren, die sich von der Konkurrenz abhebt ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Mit unseren Top 7 Best Practices verwandelt ihr eure Arbeitgebermarke in den Porsche unter Familienkutschen!

Als Teil unserer laufenden Employer Branding Serie haben wir bereits die Definition, Relevanz und einige Beispiele von Arbeitgebermarkenstrategien diskutiert, unter anderem sprachen wir mit Stephan Rathgeber über den Ansatz von Manpower Germany. Basierend auf weiterer Recherche konnten wir die folgenden Top 7 Best Practices für erfolgreiches Employer Branding definieren:

#1 Klare Unternehmens- und Markenziele definieren

Fragt euch die folgende Frage: Warum sollte jemand für euer Unternehmen arbeiten wollen?
Die Mission, Vision und Werte eures Unternehmens sollten klar definiert sein und entsprechend in eure Employer Branding Kommunikation – externe sowie interne – übernommen werden.
Zu häufig fokussieren wir uns hierbei auf Millennials . Zugegeben, die Anzahl von Artikeln über den Fakt, dass Millennials nach einem “tieferen Sinn” in ihrem Job suchen scheint nicht zu enden. Eine aktuelle LinkedIn Umfrage ergab allerdings, dass Millennials eigentlich am wenigstens nach einem tieferen Sinn in ihrem Beruf suchen. Die globale Befragung von 26.000 LinkedIn Nutzern ergab, dass die Suche nach einem Sinn im Berufsleben sich im Verlauf der Karriere vertieft: 48% der Baby Boomers (+51 Jahre) positionieren Sinnhaftigkeit über Gehalt und Titel, gefolgt von der Generation X (36-51 Jahre) mit 38%. Das Schlusslicht bilden, überraschenderweise, die Millennials mit lediglich 30%.

Dies zeigt, wie wichtig es ist die eigene Arbeitgebermarke nicht nur mit Kandidaten, sondern auch mit (Langzeit-) Angestellten zu kommunizieren.

#2 Mobile first! Erfolgreiche Digitalisierung der Arbeitgebermarke

Unsere zweite Best Practice stellt einen der stärksten Recruiting Trends 2017 in den Mittelpunkt: Digitalisierung. Eine gut strukturierte Karriere Website ist heutzutage das A und O. Hinzukommt, dass es immer wichtiger wird, die eigene Webseite für mobile Geräte zu optimieren. Studien zeigen, dass 89% von befragten Jobsuchenden ihr Mobilgerät als wichtiges Werkzeug für die Jobsuche wahrnehmen und 45% mindestens einmal täglich aktiv nach Stellenanzeigen auf ihrem Mobilgerät suchen.
Im Bereich des Employer Branding ist die Karrierewebseite die am einfachsten erreichbare Informationsquelle für Kandidaten. Hier sollten sie deshalb idealerweise Information über die Unternehmenskultur, Arbeitsatmosphäre und -umfeld finden. Doch wie gestaltet man dies in einer attraktiven Art und Weise?
Mit der Hilfe von CompanyMatch kann man dem Kandidaten einen interaktiven Einblick in die Kultur des Unternehmens liefern sowie ihnen ermöglichen, die eigenen kulturellen Werte und Präferenzen direkt mit denen des Unternehmens zu vergleichen. Alles noch bevor der eigentliche Bewerbungsprozess beginnt!
Also stellt sicher, dass eure Karrierewebseite eure Arbeitgebermarke in einer strukturierten, interaktiven und authentischen Art und Weise repräsentiert!

#3 Social Media in die Employer Branding Strategie integrieren

In unserem Blog Post von letzter Woche haben wir uns intensiv mit der Relevanz von Social Media Netzwerken im Employer Branding auseinandergesetzt. Da 73% der Jobsuchenden Social Media in ihre Suche mit einschließen (Glassdoor, 2013), sollte eine erfolgreiche Social Media Strategie nicht nur die “alten” Kanäle wie Facebook und LinkedIn, sondern auch neue Plattformen wie Instagram berücksichtigen. Auf welches Social Media Netzwerk man sich am Ende fokussiert, hängt von der Recruitment Zielgruppe ab.
Unterm Strich sind Social Media Netzwerke tolle Werkzeuge im Employer Branding, denn man kann nicht nur die eigene Marke aktiv mit der Zielgruppe kommunizieren, sondern auch Mitarbeiterengagement und die Interaktivität der Arbeitgebermarke verbessern. Positive Bewertungen, Corporate Influencer und persönliche Einblicke des eigenen Arbeitsplatzes sind nur einige von vielen Beispielen, wie sich Social Media erfolgreich integrieren lässt.

#4 Definiere die Arbeitgebermarke 110%

Die eigene Arbeitgebermarke zu definieren ist keine einmalige Angelegenheit. Denn einer Sache können wir uns in einer Welt voller “certain uncertainties” sicher sein: Veränderungen sind Teil des Lebens. Dies gilt auch für Arbeitgebermarken. Regelmäßiges Puls messen ist daher unvermeidbar. Also bloß nicht vor Selbstkritik zurückschrecken, denn wie sagt man doch so schön “Fehler sind nur dann Fehler, wenn man nichts aus ihnen lernt”. Stephan Rathgeber, Marketing Direktor bei Manpower Germany, rät daher zu folgendem:

Wir formulieren eine Arbeitgebermarke, die uns jetzt reflektiert plus zehn Prozent. Diese zehn Prozent sind unser Entwicklungsspielraum, da wollen wir hin! – Stephan Rathgeber

#5 Onboarding Prozess an die Employer Brand anpassen

Auch bei unserer fünften Best Practice dreht sich mal wieder um das zentrale Thema “Konsistenz”. Onboarding kann beides sein, spannend und nervenaufreibend. Den Onboarding Prozess so reibungslos wie möglich zu gestalten wird nicht nur eure Employer Brand stärken, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Bindung von Angestellten erhöhen. Den Onboarding Ablauf auf der Karrierewebseite zu veröffentlichen oder auf andere Art und Weise mit Kandidaten zu teilen, ist daher eine gute Taktik. Neue Angestellte erhalten so die Möglichkeit, sich bereits vor dem ersten Arbeitstag mit den Abläufen des Unternehmen vertraut zu machen. Anja Bank, Employer Brand Manager bei Vodafone, illustriert, wie dies in der Praxis aussehen kann:

Wenn Kandidaten zum Interview eingeladen werden, schicken wir ihnen vorher ein Video zu, in dem wir sie noch einmal persönlich begrüßen und ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf unser Gebäude, Mitarbeiter, Arbeitszeiten usw. geben. So können sie sich schon einmal im Voraus das “Leben bei Vodafone” ein bisschen besser vorstellen. – Anja Bank

#6 Gemeinschaft gewinnt an Bedeutung

Viele der weltweit erfolgreichsten Unternehmen, u.a. Google, P&G, und Mars, haben einen auf Gemeinschaft basierenden Employer Branding Ansatz. Was das bedeutet? Der so genannte Employer Branding 3.0 Ansatz fokussiert sich auf die sozialen sowie Stakeholder Verantwortungen eines Unternehmens gleichermaßen. Themen wie Corporate Social Responsibility gewinnen an immer mehr Bedeutung und eine ausgefeilte CSR Strategie kann nicht nur die Employer Brand stärken, sondern das Unternehmen auch von der Konkurrenz abheben. Allerdings ist es auch bei dieser Best Practice essentiell, dass nur Probleme ausgewählt werden, die mit der Kultur und Arbeitgebermarke übereinstimmen – nicht weil es “beliebte” Probleme sind. Authentizität und Konsistenz sind erneut zentrale Aspekte!

#7 Führungskräfte richtig ausbilden

Wie viele von euren Managern haben spezielles Employer Branding Training erhalten? Laut aktuellen Umfragen, haben dies lediglich 46%! Ein extrem niedriges Ergebnis, wenn man berücksichtigt, wie komplex der Employer Branding Prozess ist. Employer Brand Führungskräfte müssen die öffentliche Aufmerksamkeit der Marke verbessern sowie diese konsistent, intern und extern mit den Zielgruppen kommunizieren. Dabei kann man sich häufig nicht auf die Taktiken der Vorgänger verlassen, denn, wie bereits erwähnt, sollte man flexibel und dynamisch in der heutigen Arbeitswelt bleiben. Eine ganz schöne Herausforderung, oder etwa nicht?! Wir können daher nur empfehlen, aktiv in Employer Branding Training zu investieren.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Top 7 Best Practices in kurz:
Eine erstklassige Arbeitgebermarke braucht starke Führung, einheitlich digitalisierten Inhalt und eine dynamische Kommunikationsstrategie, die mit der Unternehmenskultur sowie den Versprechen des Unternehmens übereinstimmt. Niemals etwas versprechen, dass man am Ende nicht halten kann (oder will)!

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