Was haben Dating und Betriebskultur gemeinsam?

Veröffentlicht auf 12-05-2016

Diesen „Klick“ den man mit seiner großen Liebe hat, den habt ihr auch mit euren (zukünftigen) Arbeitgebern. Dating und Beziehungen haben mehr mit Arbeitgebern und Betriebskultur zu tun, als man sich vorstellt. Das Belgische MARK Magazine sprach mit Björn Veenstra, CEO von CompanyMatch, über fünf Gemeinsamkeiten.

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1. Es muss “klicken”

“Während meines letzten Jobs, als ich noch in der Werbungs – und Kommunikationsbranche arbeitete, ertappte ich mich selbst dabei, wie ich Menschen basierend auf ihrem Charakter und ihrer Persönlichkeit einstellte.“ Der Lebenslauf und die Skills der Bewerber waren natürlich auch von Belang aber die Persönlichkeit und der zwischenmenschliche „Klick“ vielleicht noch mehr”, erklärte Bjorn Veenstra, CEO der Firma CompanyMatch, die sich auf den “Cultural Fit” zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern spezialisiert hat. “Diesen Klick kann man in der Tat mit einer Beziehung vergleichen. Wenn man sich sympathisch ist, ist das Miteinander doch angenehmer.”

In der Arbeitswelt trifft das ebenfalls zu. “Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass von neu angestellten Mitarbeitern nach eineinhalb Jahren ungefähr 20% den Betrieb wieder verlassen. Das hat meist nichts mit der Arbeit selbst zu tun, es „klickt“ einfach nicht. Es kann natürlich sein, dass derselbe Job, jedoch bei einem anderen Arbeitgeber schon passt“, behauptet Veenstra.

2. Es ist wissenschaftlich fundiert
Dating Websites sprechen immer von wissenschaftlich fundierten Tests und im Fernsehen läuft die Sendung Hochzeit auf den ersten Blick, in der Menschen heiraten, die einander noch nie zuvor gesehen haben. „Cultural Fit“ spielt eine wachsende Rolle, auch bei Bewerbungen. Mit Hilfe von CompanyMatch finden Bewerber anhand eines Tests heraus in welchem Maße ihre persönlichen Motivationen, ihr Antrieb und ihre Grundwerte mit denen ihres potentiellen Arbeitgebers übereinstimmen. “Bewerber stellen sich die Frage: Welchem Arbeitgeber stelle ich mein Talent zur Verfügung und wo kann es am besten genutzt werden?”

3. Welchen Typ bevorzugt ihr?
 So wie auch bei Menschen, gibt es Unternehmen, die ihr als “euren Typ” beschreiben könnt. Durch den Test von CompanyMatch erhaltet ihr einen Prozentwert, der euren “Cultural Fit” mit verschiedenen Unternehmen vergleicht. “Je höher der Prozentwert, desto besser ist auch das Match”, sagt Veestra. Diesen Prozentwert, zum Beispiel, wenn der Cultural Fit höher ist als 70 %, können die Kandidaten dann in ihrer Bewerbung angeben.” Momentan umfasst das ursprünglich in den Niederlanden begründete CompanyMatch 350 Unternehmen, wobei es sich mitunter auch um Belgische Unternehmen handelt.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie die ManpowerGroup Deutschland CompanyMatch nutzt.

4. Sich von seiner besten Seite zeigen
Wenn Menschen sich in der Kennenlernphase befinden, möchten sie sich selbstverständlich von ihrer besten Seite präsentieren. Auch für Unternehmen ist der „Employer Branding“ Aspekt von steigender Bedeutung. Es ist heutzutage sehr wichtig kenntlich zu machen, wer man ist und wofür das Unternehmen steht.” Außerdem ist es notwendig deutlich zu machen, inwiefern sich der Betrieb von anderen unterscheidet”, erklärt Veenstra.

Er bezieht sich auf das Bespiel des Banksektors. “ Dieser Sektor wurde in den letzten Jahren sehr oft kritisiert. Die Kritik bezog sich vor allem auf die Arbeitsprozesse aber auch in diesem Bereich gewinnt die zwischenmenschliche Komponente immer mehr an Bedeutung.”

5. Menschen verändern sich, Unternehmen auch
Durch Dating suchen viele langfristig nach einer festen Beziehung. Auch bei Unternehmen ist das der Fall. “Cultural fit ist nicht gleich ein zweitrangiges Thema“, findet Veenstra.

Oft verändern sich die Vorlieben der Kandidaten auf lange Sicht. Auch in Betrieben ist das der Fall. “ Ein neuer CEO hat natürlich oft einen Einfluss auf die DNA des Unternehmens. Er oder Sie hinterlässt immer seinen/ihren Stempel und möchte Einfluss ausüben. Meist dauert es doch mehrere Jahre bis es soweit ist.

Dieses Interview erschien im MARK Magazine #21 im April 2016

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